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Brücken bauen!

Mich faszinieren Brücken. Jede Brücke ist eine neue Verbindung, eine neue Möglichkeit und erweitert die Welt der Menschen, die jeweils an einer Seite der Brücke leben. Brücken geben uns die Chance, die Fundamente besser zu erkennen und wertzuschätzen, worauf sie aufgebaut sind. Über eine Brücke zu wandern oder zu fahren und dabei alle Sinnen einzusetzen, gibt uns großartige Eindrücke. Eindrücke, wie die Täler, Flüsse und Landschaften unterhalb der Brücke aussehen, wie die Brückenpfeiler die einzelnen Brückenbogen miteinander verbinden und stützen.

Ich bewundere die Menschen, die diese Brücken entwerfen, die sie bauen und für deren Erhaltung sorgen. Sowohl die Brückenarchitekten*innen als auch die einzelnen Arbeiter*innen führen intensive Überlegungen vor, während und nach dem Bau einer Brücke durch. Sie berücksichtigen die Ziele, die mit einer Brücke erreicht werden sollen und sammeln die Anforderungen, die damit verbunden sind. Sie wissen, dass eine Brücke nur mit der Teilnahme aller Beteiligten erfolgreich aufgebaut, angenommen und jahrelang genutzt werden kann. Sie studieren und analysieren die Gegebenheiten der zu verbindenden und die der dazwischen liegenden Orte. Sie hören den Menschen aktiv einfühlsam und empathisch zu, die entlang dieser Orte leben und binden sie aktiv ein. Die Beteiligten und die Betroffenen wollen und müssen den Bedarf erkennen, die Vorteile vor Ihren Augen sehen und die Freude daran entwickeln. Dadurch werden alle Kräfte aktiv und stehen für den Bau, die Nutzung und Erhaltung der Brücke zur Verfügung. Die Synergie als Basis für die Umsetzung unvorstellbarer Pläne und Konstruktionen.

Außerdem faszinieren mich Brücken, weil sie zum Wohl der Nutzer beitragen. Die Nutzer sind dankbar, solch eine Brücke zu haben und können und wollen sich das Fehlen der Brücke nicht mehr vorstellen.

Brücken verbinden zwei Orte miteinander und geben die wunderbare Sicht auf die Orte, Flüsse und Täler und Landschaften frei. Für mich sind sie die beste Metapher und Vorbilder für die Brücken zwischen den Menschen. Ob im privaten oder beruflichen Umfeld, als Familienmitglied, IT-Architekt*in, Führungskraft oder Mitarbeiter*in, als Part einer privaten oder beruflichen Beziehung, wir können unsere Rolle als „Brückenarchitekt“ oder „Brückenbauer“ betrachten und Brücken entwerfen, bauen und für deren Einhaltung sorgen. Dafür sollten wir sukzessive alle Beteiligten und Betroffenen abholen (siehe https://blog.akbarian.de/holediebeteiligtenundbetroffenenab/). Wir sollten Ihnen aktiv einfühlsam und empathisch zuzuhören (siehe https://blog.akbarian.de/aktiveseinfuehlsamesempathischeszuhoeren/). Wir sollten unsere Wünsche, Ideen und Anforderungen beiseitelegen und zuerst deren Wünsche, Bedenken, Ideen und Anforderungen aufnehmen und verstehen. Danach diese analysieren. D.h. sie intensiv durchdringen, verstehen und die Zusammenhänge und Wechselwirkungen transparent darstellen und ihnen die Ergebnisse präsentieren.

Der Erfolg ist garantiert, wenn die Beteiligten sich verstanden fühlen und sich das Vorgehen, das Ergebnis und die Vorteile selbst vorstellen können. Wenn diese Stufe erreicht ist, wenn die Beteiligten sich ihre eigene Vorstellung von den Vorteilen bilden, können wir weitergehen. Jetzt können wir unsere eigenen Fähigkeiten und Expertisen einsetzen und ggf. auch einige Lösungsalternativen zur Wahl stellen. Unser Fokus sollte hier Transparenz sein und nicht “Überzeugen”. Aus meiner Sicht “ist ein überzeugter Kunde, ein verlorener Kunde”. Das gilt ebenfalls für den Versuch Gesprächspartnern*innen zu überzeugen oder überreden wollen . Wir sollten die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile – soweit wie möglich – adressatengerecht und transparent zur Verfügung stellen, damit die Beteiligten und Betroffenen selbst! sich davon ein Bild machen können. Sie müssen sich selbst den Entwurf, den Weg und die Ergebnisse vorstellen können, die Vorteile mit aller ihren Sinnen spüren und sie als ihre eigene betrachten. Nur so sind sie motiviert und mit allen Kräften dabei. Danach haben wir als “Brückenarchitekt” nur noch damit zu tun, dass die Wechselwirkungen berücksichtigt werden, die “Statik” stimmt, die “Brückenpfeiler” alle “Brückenbogen” miteinander verbinden und auf „festem und geeignetem Fundament” aufgebaut werden.

Adressatengerechte Kommunikation, transparente Darstellung der Gegebenheiten und Betrachtung der Wechselwirkungen sind große Herausforderungen für jeden einzelnen von uns als “Brückenarchitekt” oder „Brückenbauer“. Diese sind die Voraussetzungen für den Entwurf, Aufbau und Erhalt der Verbindungen zwischen den Menschen aus unterschiedlichen “Orten” (Umgebungen, Umfeld, Herkunft) mit unterschiedlicher “Beschaffenheit” (Kultur, Willen, Werten, Wünschen). Diese Herausforderung gelingt durch die aktive Beteiligung aller Menschen, die sich die Brücke wünschen, die sie entwerfen, die sie bauen, die sie später mit Freude nutzen und die, die sich für deren Erhalt einsetzen.

Ich hoffe dir damit Impulse mitgegeben haben. Impulse, die dich motivieren die Vorteile der “Brücken” in allen deinen privaten und beruflichen Herausforderungen zu erkennen und sie als “Brückenpfeiler” deiner “Erfolgsbogen” einzusetzen. Ich wünsche dir und deinen Mitmenschen die wunderbaren Momente und Aussichten, die euch die Brücken ermöglichen, die zwischen euch gebaut sind und euch miteinander verbinden. Ich wünsche euch, dass jeder einzelnen von euch aktiv und ständig dafür sorgt, dass die “Brückenpfeiler” eurer “Brücken” weiterhin auf festem “Fundament” stehen. Evtl. “Risse” oder sonstige “Schaden” einer Brücke zu reparieren, ist genau so faszinierend, wie der Bau der Brücke selbst. Ich wünsche euch dabei die notwendige „Sensibilität“ und ebenfalls viel Freude und Erfolg.

ich sehe dieses Blog ebenfalls als einen weiteren “Brückenpfeiler” unserer Verbindung und freue mich auf das zukünftige und gemeinsame “Überqueren” weiterer Brücken mit dir.

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