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Die Löffelliste!

Vielleicht kennst du „die Löffelliste“ und hast dich bereits damit beschäftigt. Vielleicht kennst du sie noch nicht. Aus den Gesprächen mit Freunden*innen, Bekannten und Kollegen*innen erfahre ich, dass einige noch nichts davon gehört haben. Gerne schreibe ich darüber in diesem Blog. Ich freue mich sehr, wenn du damit auf die Löffelliste aufmerksam wirst und deine eigene Löffelliste erstellst und sie nutzt. 

Die Löffelliste, eine einfache Liste mit weitreichenden Nutzen für dich selbst und für diejenigen, die mit dir leben und arbeiten. Eine einfache Liste, die dir auf deine täglichen Aktivitäten aufmerksam macht. Sie hilft dir, deine Aktivitäten die Priorität geben, die von dir selbst bestimmt sind. Sie ist das Steuerrad, um dein Leben selbst zu steuern statt gesteuert zu werden.

Zusammengefasst ist die Löffelliste die Liste der Einträge (Aufgaben, Wünsche, Taten o. ä.), die du vor deinem Tod erledigen möchtest. Alles, was du vielleicht seit deiner Kindheit vor dir herschiebst oder besser gesagt, in deinem Rucksack lebenslang mit dir rumschleppst.

Eine Suche im Internet zeigt ca. 160.000 Einträge und vielleicht genau so viele Hinweise und Anleitungen dafür. Informationen sind genügend vorhanden. Ob und wie du damit anfängst liegt in deiner Hand. Nachfolgend die Schritte dafür aus meiner Sicht. Vorab zwei Hinweise dazu.

  1. Halte deine Löffelliste schriftlich fest. Damit hast du sie sichtbar vor deinen Augen. Die Einträge hast du lange genug im Kopf „unsichtbar“ mit dir herumgetragen. Jetzt ist die Zeit, sie auf Papier zu bringen und für dich sichtbar zu machen. Die Sichtbarkeit macht die Einträge für dich prüfbar. Es ist nicht mehr wie eine Wolke, die die sonnige Stunden deines Leben trübt, sondern ein klarer Spiegel, was du möchtest, was du jetzt machen kannst und solltest. Ein Spiegel, mit dem du die sonnigen Zeiten deines Lebens verdoppeln kannst.
    „Festhalten“ bedeutet nicht, dass sie für immer festgeschrieben sind. Du kannst und solltest die Liste immer wieder aktualisieren. „Festhalten“ erinnert dich an das, woran du dich aktuell „festhältst“ und woran du dich stattdessen „festhalten“ möchtest. „Festhalten“ im Sinne von „fest entschlossen“ die Aufgaben zu erledigen, die du vor deinem Tod erledigen möchtest.
  2. Fange sofort damit an. Wie lange jeder von uns noch lebt, weiß nur der liebe Gott. Gib dir und nimm dir dafür genügend Zeit. Ob du dafür noch einen Tag, eine Woche oder ein Monat länger brauchst, Hauptsache du fängst sofort damit an. Der Weg ist das Ziel. Auf diesem Weg wirst du sukzessive herausfinden, was für dich wirklich wichtig ist, was du bisher als wichtig betrachtet hast, wofür du aktuell deine Lebenszeit verwendest und wofür du sie tatsächlich verwendest möchtest.

Und jetzt die Schritte:

  1. Nimm ein Heft und einen Stift und fange an, alles aufzuschreiben, was du vor deinem Tod unbedingt noch machen möchtest. Schreibe alles auf, zeichne, erstelle Mindmaps oder kombiniere sie. Hauptsache, alles, was in deinem Kopf, auf deiner Wunschliste seit Jahren „umspringt“ kommt auf das Papier. Bitte vermeide es, sie zu bewerten oder zu priorisieren, schreibe erstmal alles auf. Die Priorisierung kommt später, im nächsten Schritt, zusammen mit der Konsolidierung und der Aktualisierung. Aber jetzt erstmal: Notiere alles. Ich bezeichne das als Listeneinträge. Das kann alles sein. Ziele, Vorhaben, Gute Taten, Reisen, für jemanden da Sein usw. . Trage die Liste mit dir und notiere alles, was dir während des Tages, der Woche oder des Monats für deine Löffelliste in den Sinn kommt. Mein Blog (siehe https://blog.akbarian.de/rollenundziele/) ist ebenfalls eine Unterstützung dafür.
    Ob und wann du mit dem nächsten Schritt weitermachst, entscheidest du. Du kannst jederzeit wieder zu diesem Schritt zurückkommen und sie ergänzen und anpassen. Meine Empfehlung: warte nicht, bis alles 100% fertig ist. Sei z.B. auch mit einer Vollständigkeit vom 60% oder 75% zufrieden und mache mit dem nächsten Schritt weiter.
  2. Gehe deine Löffelliste durch und frage dich bei jedem Eintrag, ob er für dich tatsächlich stimmig ist. Beobachte dabei deine Gefühle. Beobachte alle deine Sinne. Beobachte dich tief und gründlich. Ist der Eintrag weiterhin für dich stimmig? Stimmig im Sinne vom „tatsächliches Wollen“. Vergiss dabei das Können. Du hast in deinem Leben bereits zahlreiche Situationen gemeistert, die auf den ersten Blick unerreichbar schienen. Alles ist machbar. Hier geht es ums Wollen, um die tatsächliche Priorität für dich und nur für dich. Frage dich auch, was passiert, wenn du es nicht machen würdest. Beobachte dich auch dabei tief und gründlich. Es ist erstaunlich, was alles ans Tageslicht kommt, wenn wir etwas einfach verneinen oder hinterfragen. Notiere die Kriterien, Gründe, Prioritäten usw. für jeden Eintrag.
  3. Ordne die Einträge nach deinen Kriterien. Es ist deine Löffelliste und nur du entscheidest was und warum du etwas erledigen möchtest.  Du bist frei geboren und du entscheidest frei darüber, was du wann machst. Vermeide alles, was dich hindert, frei zu denken und zu entscheiden.
  4. Fange an, die einzelnen Listeneinträge in die Tat umzusetzen. Feiere ganz bewusst deren Umsetzung. Feiere deine Erfolge. Feiere die Befreiung davon, etwas noch mehrere Wochen oder Jahre mit dir rumzuschleppen und auf spätere Zeiten zu warten, von denen niemand weiß, ob sie tatsächlich kommen.
  5. Aktualisiere deine Liste, immer und immer wieder. Immer, wenn es dir danach ist. Immer, wenn dir langweilig ist. Immer, wenn dir bewusst wird, dass wieder ein Wunsch deine Gedanken beschäftigt. Und nach der Aktualisierung wiederhole die obigen Schritte.

Die Löffelliste hat zahlreiche positiven Nebenwirkungen. Aus meiner Sicht macht uns die Löffelliste darauf aufmerksam, dass wir sterblich sind und uns der Zeitpunkt unbekannt ist, an dem wir sterben werden. Dieses Wissen beeinflusst u. a. auch unser soziales Verhalten. Sowohl unser Verhalten selbst als auch dessen Auswirkungen und Konsequenzen. Uns wird evtl. die Zeit fehlen, negative Auswirkungen und Konsequenzen unseres vergangenen Taten und Entscheidungen wieder gut zu machen . Daher sollten wir diese für unsere zukünftigen Taten und Entscheidungen bereits von Anfang an bedenken und versuchen, sie zu vermeiden. Dazu gehört auch, unsere bisherigen Konflikte anzugehen und sie aufzulösen .

Die Löffelliste, ein Werkzeug, das jeden von uns zeigt, was wir im Leben wollen, was wir tatsächlich täglich machen und ob das miteinander im Einklang ist. „Make your dreams come true!“ steht seit 2003 auf meiner Homepage https://akbarian.de . Die Löffelliste ist ein Werkzeug, mit dem du deine Wünsche sichtbar machst, sie durchdringst und du selbst deine Träume wahrmachen kannst. Ich wünsche dir ein langes Leben, viel Freude bei der Erstellung deiner Löffelliste und viel Erfolg bei der Umsetzung der einzelnen Einträge, deiner Wünsche.

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